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adical — Warum Werber den Mund halten sollten

Hier hatte ich es bereits angekündigt [1] — hier nun ein paar Gedanken zu dem Herrn Lobo und seine Worte, die, das kann man schon mal zusammenfassend sagen, perfekt zum SPIEGEL passen. Gleich zu gleich gesellt sich gern. Johnny hatte das kommunikative Heft in die Hand genommen [2], hätten sie es nur dabei belassen. Die Worte, die beim SPIEGEL zu lesen sind, lassen mich nur laut ausrufen: Liebe Werber, haltet einfach das Maul den Mund — da kommt nichts bei rum. :)

Schauen wir uns die Aussagen des Herrn Lobo mal an:

Viele seien dafür, viele dagegen. Unterm Strich versuchten gerade mal zehn Blogger

Erkennt wer den Widerspruch gleich beim ersten Lesen? Erst sind viele dagegen, dann nur noch zehn Blogger. Schon sehr pfiffig der Herr Lobo. Doch daraum geht es im Prinzip nicht — die Ecke, in der er die stellen möchte, die kritisieren, ist entscheidend. Das typische Totschlagargument von ein paar wenigen, die kritisieren. Die muss man nicht ernst nehmen , etc. pp. Man hat diese Argumente schon häufig gehört. Tja, es soll aber noch Leute geben, die nicht käuflich sind. Wobei mir die ganzen Opportunisten noch viel mehr zuwider sind, die jetzt abwarten *lol* — klar, sie wollen später auch etwas vom Kuchen abhaben. Da sind mir die, die ganz einfach zugeben, dass sie käuflich sind, noch lieber. Aber diese Opportunisten, das ist ganz schlimmes Volk.

Mehr zum obigen Zitat (und mehr) beim Don [3].

Sascha, weißt was? Sei froh, dass Du Johnny an Deiner Seite hast, ehrlich. Denk darüber einfach mal nach, was dieser Satz zu bedeuten hat. Ich stand vorgestern in der Wirtschaftsabteilung meiner Bücherei. Ich hatte kurzfristig Wir nennen es Arbeit in der Hand. Dann habe ich mich aber für ein Buch mit Substanz, mit Inhalt, für ein Buch, für das viel recherchiert wurde, was aufdeckt und anprangert entschlossen — Jürgen Roth — Der Deutschland Clan [4].1 [5]

Das ist das Problem jeder Subkultur, wenn sie in einem Bereich der Gesellschaft ankommt, der mit Kommerzialisierung und Professionalisierung zu tun hat. […] Eine Subkultur auf dem Weg zur Kultur bäumt sich auf.

Ich halte mich jetzt einfach mal zurück. Wenn ein Werber, ein mutmasslicher Manipulierer, jemand, der offensichtlich lügen muss, um Produkte zu verkaufen, das ganze als Kultur ansieht, in diesem Zusammenhang das Wort Kultur in den Mund nimmt, ist das nichts weiter, als eine Pervertierung des Wortes Kultur. Wie kann man nur so dreist sein, in Verbindung mit Werbung von Kultur zu sprechen? Shame, shame on you adical. Aber bevor es jetzt bitterböse wird, wie beim Kumpel Niggemeier [6], sage ich dazu nichts mehr. Ausserdem können andere das viel besser, Menschen die Kultur leben und auch gelernt haben, sei es der Historiker Don Alphonso oder auch Oliver.

Reden Sie mit Bloggern. Reden Sie mit uns.

So steht es auf der Homepage von adical. Man muss interessierten Unternehmen zurufen: Be careful! Dort kommuniziert ein eigenständiges Unternehmen für sich selbst, nicht für die Blogger. adical hat nichtmal 30% der sogenannten Topblogs auf der Lohnliste, adical spricht schlicht und einfach für die eigene Geldbörse. adical.de ist kein Blog, es ist eine Unternehmenshomepage mit fraglicher Kommunikation — und dabei sah es nach den Antworten [7] doch so gut aus. Omfg.

Als letztes sei den evtl. interessierten Unternehmen mit auf den Weg gegeben: Traut Ihr wirklich einem Werber, der schon so viel Blödsinn erzählt hat, das Bloggen verkaufen will, Emotionen, Menschlichkeit in bare Münze umzuwandeln — aber nicht einmal die Blogsuchmaschine Nr. 1 Technorati näher kennt? [8]

Nicht? Hab ich mir gedacht…

adical auf F!XMBR:

adical — Und die nächste Inzestveranstaltung? [9]

adical, AAL, Datenschutz und andere Luftschlösser [10]

Alice im Wunderland ?oder
adical in der Blogosphäre

adical startet — schlimmer als befürchtet [11]

adical und die Hilflosigkeit [12]

adical — wann und wie folgt der Relaunch? [13]

adical — Eine Replik [2]

  1. Und F!XMBR ist eines der wenigen Blogs, welches selbst hinter einem Amazon-Link keine Ref-ID versteckt. [ [14]]