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50 Jahre EU

Die gibts morgen zu feiern, aber ehrlich gesagt wüßte ich nicht was es daran zu feiern gibt. Das das europäische Parlament quasi das Altenheim für unerwünschte bzw. gescheiterte Politiker darstellt ist weitesgehend bekannt, das die EU ein zahnloser Tiger ist ebenso usw. Man braucht nichts zu wiederholen, was man schon Jahr für Jahr in den News nachlesen konnte. Ich sage es mal ganz egoistisch, Deutschland hat die EU [1] nie gebraucht, Frankreich hat sie nie gebraucht und auch Großbritannien nicht, einzig Kosten und seltsame Entscheidungen standen damit bisher ins Haus.

Man wollte nach dem Krieg diverse Bündnisse schaffen, um den guten Willen zu zeigen und die jeweiligen Länder besser aneinander zu ketten. Das ist auch gelungen, zippeln 1–2 Staaten herum, müssen die anderen dafür bluten und vice versa — nennt man Gemeinschaft. Problem nur bei dieser Gemeinschaft, es wird nicht gemeinschaftlich gehandelt. Länder wie Großbritannien z.B. sind irgendwie dabei, irgendwie aber auch wiederum nicht — schließt man sich doch z.B. nicht dem Euro an, da werden Entscheidungen getroffen, die a) meist den kleinsten gemeinsamen Nenner darstellen und b) noch in der vollen Bandbreiter von Staat zu Staat variiert werden können — das ist einfach lächerlich. Ein zahnloser Tiger eben, ein Prestigeobjekt für abgehalfterte Politiker, die nicht völlig in der Bedeutungslosigkeit verschwinden wollen. Eine Kostenfalle für viele der Staaten. Ein Klotz am Bein in der Entwicklung der einzelnen Länder.

Die ermüdete Gemeinschaft [2] im Handelsblatt. Der dort einleitende Lob, mit dem abschließenden doch … ist quasi die Verneinung des Gesagten — warum also nicht tacheles reden und sagen die EU stinkt? Kann man ja nicht, man hat ja ein bestimmes Klientel … und eben drum bewegt sich nichts.