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Wie die MPAA mit dem geistigen Eigentum anderer umgeht

Patrick Robin ist 29 Jahre alt und von Beruf Web-Entwickler. Patrick hat sogar eine eigene Weblog-Software entwickelt — Forest Blog [1]. Forest Blog steht unter der sogenannte linkware license.

You may not remove, alter or otherwise disable all or any of the hyperlinks to the Host Forest website (http://www.hostforest.co.uk [2]). All images, links or text must remain unchanged and intact and visible when the pages are viewed unless you first obtain explicit written permission from the copyright holders.

Eigentlich eine ganz klare Sache — eigentlich. Denn auf einmal stellte Patrick fest, dass die MPAA seine Weblogsoftware nutzt — und jeglichen Link zu ihm entfernt hatte [3]. Patrick — Gentleman, wie er ist, verzichtete völlig auf irgendwelche rechtliche Repressalien, und hinterließ auf seinem Blog nur eine Nachricht:

I’m not about to go and find myself a, very reasonably priced, lawyer to try and squeeze some cash out of them, but it would be nice if they’d actually stick the links back in. I’ll let you know how I get on.

Das Ende vom Lied: Das Blog der MPAA gibt es nicht mehr — und halbseidene Ausreden zeugen davon, wie die MPAA mit dem geistigen Eigentum anderer umgeht [4]:

  • The blog was never advertised to the public in any way.
  • The material on the server was a proof of concept awaiting approval to move into production.
  • The blog was only ever used for testing purposes.

Was wäre wohl passiert, wenn Patrick lizenzrechtliche Bestimmungen der MPAA [5] nicht beachtet hätte? (via [6])