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Digg & Co

Schummler auf dem Vormarsch, die sich mittels Robotern die nötigen diggs verschaffen, um auf der Titelseite zu verweilen. Hits sind somit vorprogrammiert und die Verbreitung, ob dieser Popularität, auf diversen Blogs, die meinen die ultimative News ergattert zu haben.

Die Digg-Trickser nutzen dabei verschiedene Methoden. Einige Nutzer erstellen zahlreiche gefälschte Accounts und setzen dann auf spezielle Roboter-Software, die Artikel automatisch «diggen». Eher amateurhaft klingt hingegen eine andere Methode, die bereits öfter vorkam: Neue Digg-Nutzer setzen ein erlogenes Interview mit einer berühmten Persönlichkeit auf ihre frisch gestartete Seite und hofften, mit einem Digg-Link Besuchernachfrage zu generieren.

technology review [1]

Wer möchte kann ja mal den Selbstversuch starten 😉 selbst heiße Themen werden kaum gediggt, auch der Aufruf in großen Foren etc. nutzt nichts — man erkennt also schon seit einer langen Zeit den Automatismus dahinter. Um dem Umstand abzuhelfen greift man zu Kontrollmethoden, jeder partizipiert dabei und überwacht den jeweils anderen. Begraben (bury) nennt man diese Funktion, allerdings kann man damit auch mitunter lästige Konkurrenten ausschalten. Zusätzlich zu dieser Userkontrolle existiert noch ein automatischer Abgleich, der auffälliges Verhalten registriert.

Bislang hat die Kombination aus Nutzerkontrolle und Daten-Visualisierung recht gut geklappt ? die Schummler sind bei Digg noch immer in der Minderheit.

Verfolgt man das Spiel eine Weile, so kommt man zu folgendem Schluß, entweder die User sind grenzdebil oder der Mißbrauch ist weitaus höher, als ihn die Geschäftsführer verständlicherweise eingestehen möchten. Auf jeden ist die Plattform inzwischen größtenteils nutzlos, wie übrigens alle ähnlichen Plattformen.