38 Jahre für Betrug

Sicherlich ist nicht alles ein Kavaliersdelikt, aber in Anbetracht vieler kapitaler Verbrechen, Betrugsorgien in Hochfinanzkreisen, die meisten mit einem Augenzwinkern geahndet werden, mutet es doch recht befremdlich an, wenn einem 18-jährigen 38 Jahre Haft blühen sollen. Und das nur weil er in den Computer der Schule einbrach und seine Noten aufpeppte, sowie die einiger anderer. Die Schule selbst hätte diesen Umstand per se ohnehin hart geahndet, findet aber das Vorpreschen der Staatsanwaltschaft ebenso in höchstem Maße überzogen. Man kann nur hoffen, das der Richter selbst noch ein gehöriges Maß an Vernunft aufzuweisen hat. Leider sieht man diese Art von Unverhältnismäßigkeit hierzulande auch vermehrt auftreten.

heise


Eine Antwort zu “38 Jahre für Betrug”

  1. Dr. Dean sagt:

    Jede Wette: Wenn der von der Justiz Betroffene ein Konzernverantwortlicher gewesen wäre — und zum Beispiel größere Mengen Krebs erzeugende Giftstoffe in der Biosphäre zu verantworten hätte, aus schierer Profitsucht:

    Das Urteil wäre weniger hart ausgefallen.

    Oder, wenn das Privatleben von Beschäftigten systematisch überwacht worden wäre, eine Ausspähung, die auch zur Durchführung regelrechter Erpressungen genutzt wird, zum Beispiel zur konstengünstigen Entsorgung älterer Mitarbeiter.

    Es wäre nicht einmal zur Anklage gekommen.

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