ArchivDezember, 2011

Christian Wulff hat fertig

Giovanni Trapattoni beendete seine legendäre Wutrede mit dem Satz: «Ich habe fertig.» Gleiches lässt sich mittlerweile über Christian Wulff sagen. Seinen Kredit hat er bereits bei der kritischen Öffentlichkeit aufgebraucht, nun kommt laut RP Online eine weitere Peinlichkeit sondergleichen hinzu: Ein Facebook-Nutzer hatte ein Ulkbild über Wulff und seine Frau veröffentlicht, welches Bettina Wulff offensichtlich beim Hitlergruß zeigt. Ob per Photoshop bearbeitet, oder für die First Lady des Staates ungünstig fotografiert, ist noch nicht klar — jedoch fühlt sich der Präsident verunglimpft und bemüht ein Gesetz welches fast so alt ist, wie der Gruß seiner Angetrauten selbst: In § 90 StGB ist die «Verunglimpfung des Bundespräsidenten» unter besonderer Strafe gestellt. Früher nannte man diese Art der kritischen Öffentlichkeit Majestätsbeleidigung, heute droht dem Urheber eine  mehrjährige Haftstrafe.

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Wer gegen die Überwachung der Bevölkerung argumentiert, muss die Religion überwinden

Wir kämpfen heute an vielen Fronten gegen die Vorratsdatenspeicherung und gegen die totalitären Überwachungspläne der deutschen und internationalen Politik. Wir kritisieren Facebook und Google+, ernten bei einem Großteil der Bevölkerung aber nur ein Kopfschütteln, wir haben nichts zu verbergen ist ein weit verbreiteter Satz.

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Das #BuloBuch

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Ich habe gerade ein wunderbares Weihnachtsgeschenk bekommen: Das #BuloBuch. Nun brauche ich regelmäßigen F!XMBR-Lesern Bulo nicht mehr vorstellen, ich verweise einfach auf unsere Kategorie, Bulo auf Twitter, seinen Twitpic-Stream und das Clap Magazin. An ein eigenes Buch seiner Karikaturen hat Bulo nie gedacht — bis der jmb Verlag auf ihn zugekommen ist. Und wie das auf Twitter so ist, hat er seine Follower entscheiden lassen und die besten 50 Karikaturen wurden gedruckt. Bulo sorgt mit seinen Bilder für meinen täglichen Lacher — folgt ihm also auf Twitter, lest das Buch und verschenkt es zu Weihnachten. :)

Disclosure: Ich kenne und schätze Bulo persönlich und habe das Buch von ihm geschenkt bekommen.

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Christian Wulff am Ende

An einen Rücktritt des Bundespräsidenten Christian Wulff führt seit dem heutigen Abend kein Weg mehr vorbei. Gestern schrieb ich, dass ich ihm bei der Aufnahme des Kredites bei einem väterlichen Freund keine unlauteren Absichten unterstelle. Das gilt heute auch noch. Der Spiegel hat heute neue Vorwürfe veröffentlicht, die nahelegen, dass der Kredit eben doch von Unternehmer Egon Geerkens kam und nicht von dessen Ehefrau Edith. Dieser Kredit wäre nicht der Rede wert, hätten Wulff und Geerkens nicht von Anfang an versucht, diesen zu verschweigen. Wenn man die Aussagen Geerkens im Spiegel liest, könnte man sogar von einem konspirativen Vorgehen sprechen. Als die Vorkommnisse diese Woche bekannt wurden, schwieg Wulff zuerst, um dann einen kleinen Fehler einzugestehen, aber auch weiter darauf zu beharren, der Kredit käme von Edith Geerkens. Noch einmal: Selbst wenn der Kredit von Egon Geerkens gekommen wäre, wäre dies kein Problem. Das Problem liegt im Verhalten Wulffs. Er ist offensichtlich charakterlich und moralisch nie in Schloss Bellevue angekommen.

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Kommentar zum Rücktritt Christian Lindners

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Foto: F!XMBR

Ich persönlich bedaure den Rücktritt Christian Lindners als Generalsekretär der FDP. Er ist offensichtlich nicht nur sehr intelligent und kommt medial smart und intellektuell rüber, aus persönlicher Erfahrung weiß ich, er ist auch ein feiner und aufgeschlossener Kerl.

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Adblock Plus wird zur Malware

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Als Malware werden im Regelfall Programme bezeichnet, die unerwünschte oder auch schädliche Software auf dem Rechner ausführen. Genau diesen Weg geht nun Adblock Plus. Zukünftig will man unaufdringliche Werbung zulassen. Damit konnte ja nun wirklich niemand rechnen. Und damit das Gros der Internetnutzer dies auch nicht merkt, ist die Funktion von vornerein aktiviert, sie muss vom Nutzer abgeschaltet werden. Vor gut drei Monaten wurde Adblock Plus von dem Unternehmen Eyeo GmbH übernommen. Bis zum GAU hat es also nicht lange gedauert. Zukünftig wird also vor Adblock Plus gewarnt werden müssen, wie vor jedem Trojaner, Virus oder anderem Schadprogramm. Adblock Plus macht in Zukunft genau das Gegenteil von dem, was die Nutzer erwarten. Er lässt ausgewählte Werbung der Macher zu. Damit ist er zur Malware mutiert. Setze ich einen Adblocker ein, so ist Werbung unerwünscht. Adblock Plus wird in Zukunft genau das Gegenteil dessen tun, was er verspricht.

Alternativen:

Proxomitron
Bfilter
Privoxy

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Drei Apps für Android, die noch nie empfohlen wurden

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Ich mag diese ewigen Bestenlisten nicht wirklich. Jede Seite hat sie, bis auf geringe Unterschiede steht überall das gleiche. Im Prinzip ist das auch logisch, gute Programme werden halt immer wieder empfohlen. Doch was fehlt, sind die kleinen Perlen, die eben kaum jemand kennt. Hier gibt es keine Bestenliste, sondern  heute drei Empfehlungen, die es bisher noch nicht gab — oder nur selten. 😉

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Tweetdeck am Ende

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Die Twitter-Welt diskutiert derzeit den Relaunch der Twitter-Homepage und der zugehörigen Clients. Dabei geht eine Sache aber unter: Der wohl weltweit am meisten genutzte Client, Tweetdeck, der vor kurzer Zeit von Twitter übernommen wurde, ist zu Grabe getragen worden.

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Das Android flashen, zerschießen und wieder herstellen

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Mein Android macht mir immer mehr Spaß. Gestern habe ich es das erste mal gewagt, den bekannten Cyanogen Mod 7 aufzuspielen. Klappte ganz hervorragend — natürlich hatte ich vorher ein Backup des Systems angefertigt um im Notfall wieder in den alten Zustand zurückkommen zu können. Es sollte klar sein, dass nach jedem Flash das Handy auf Null zurückgesetzt wird, sprich man muss seine Einstellungen zurückspielen oder seine neuen, alten Einstellungen wieder per Hand vornehmen. Ich bin da noch auf der Suche nach einer Backup-Software, welches nur die Benutzereinstellungen, wie Kontakte, Einstellungen, etc. speichert und wieder herstellt — wie es beispielsweise der Dokumente-und-Einstellungen-Ordner unter Windows ist. Da ich da noch am Recherchieren bin, habe ich dann wieder mein altes System hergestellt — auch das klappte ohne Probleme. Doch dann wurde ich übermütig.

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D64 erringt ersten Erfolg innerhalb der SPD

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Es war ein gelungener Schachzug, als der Verein D64 kurz vor dem Bundesparteitag der SPD einer erstaunten Öffentlichkeit vorgestellt wurde. Als selbsternannter Think Tank hat dieser offensichtlich nur ein Ziel: Die Datenerhebung und die Klarnamenpflicht. Der Verein sagt über sich selbst, man sei SPD-nah, aber unabhängig. Dass das einzige Ziel, die Datenerhebung und die Klarnamenpflicht im Internet angestrebt wird, ergibt sich aus der Zusammensetzung des Vereins: Bekannte Werber haben sich mit Google-Deutschland-Sprecher Stefan Keuchel, der Facebook-Lobbyistin Eva-Maria Kirschsieper oder dem Targeting-Unternehmer Stephan Noller zusammengetan. Es ist offensichtlich, dass renommierten Datenschützern und anderen bekannten Organisationen wie dem Chaos Computer Club, der Humanistischen Union oder dem Arbeitskreis Vorratsdatenspeicherung ein gesellschaftlicher Gegenentwurf angeboten werden soll.

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Android — nicht nur ein Spielzeug

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Seit knapp zwei Wochen habe ich nun mein Samsung Galaxy S2 im Einsatz. Ich bin immer noch begeistert. Ich habe es dann mittlerweile gewagt, und das Gerät gerootet. Irgendwie paradox: Da bekommt man ein freies Betriebssystem ausgeliefert, muss aber zu Mitteln greifen, die unter Umständen zur Folge haben, dass man die Gewährleistung verliert. Was soll der Quatsch? So ein Spielzeug hat einen finanziellen Wert, wenn ich diese Investition eingehe, möchte ich damit umgehen können, wie ich es will. Dazu gehört bei einem freien Betriebssystem der volle (Datei-) Zugriff und auch die Programme deinstallieren zu können, die mich nerven. Ich möchte das Design und andere Dinge anpassen können. Selbstverständlich kann und möchte das nicht jeder Nutzer tun. Aber: Als Kunde möchte ich die Wahl haben, mich keinem Zwang unterwerfen!

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