ArchivOktober, 2011

Die Elektronische Gesundheitskarte (eGK): Die Besten der Besten der Besten, Sir! (Update)

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Ich bin ja ein freundlicher Mensch. Dreimal hat mich meine Krankenkasse, die BKK Mobil Oil, nun gebeten, Ihr endlich ein Foto für die Elektronische Gesundheitskarte (eGK) zuzusenden. Alternativ hat man mir angeboten, ein Foto auf deren Homepage hochzuladen. Da ich dachte, ich sei internetaffin, habe ich die zweite Variante gewählt und die Webseite angesteuert. Es fällt auf: Kein Https — okay, kann ja mal passieren.

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Stoppt die Elbphilharmonie!

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Foto: Andre080582 | CC-Lizenz

Wenn Kleingeister sich selbst ein Denkmal setzen wollen, kommt selten etwas Gutes dabei raus. Die Elbphilharmonie in Hamburg war das Lieblingsprojekt des ehemaligen Ersten Bürgermeisters der Stadt, Ole von Beust. Die CDU und Ole von Beust wollten mit Sidney und anderen Metropolen in einer Liga spielen, man sprach bescheiden von hanseatischer Weltarchitektur. Die Hansestadt Hamburg ist für die Seriosität und Integrität ihrer Kaufleute bekannt — und so gab es kaum Kritik als die Stadt Hamburg und das Konsortium Adamanta den Vertrag zum Bau der Elbphilharmonie unterzeichneten. 77 Mio. Euro sollte das Meisterwerk den Steuerzahler kosten, 2010 sollte die Elbphilharmonie eröffnet werden. Wie bekannt, ist weder der Eröffnungstermin eingehalten worden, noch die ursprünglich veranschlagten Kosten.

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#0zapftis — Kein Fehler im System, der Staatstrojaner ist das System

Das ARD-Magazin FAKT berichtet über eine weitere staatliche Computerwanze von dem Unternehmen Syborg. Mit der Wanze wurde zumindest ein politisch unbescholtener Bürger ausgeschnüffelt, nicht etwa wegen Terrorismus, sondern weil er sich für die Aufklärung eines Trinkwasserskandals einsetzte.

Der Chaos Computer Club hat die aktuelle Version der staatlichen Computerwanze analysiert, das Ergebnis überrascht jetzt wirklich uns alle.

In der FAZ haben Frank Schirrmacher, Constanze Kurz und Frank Rieger mit Sabine Leutheusser-Schnarrenberger diskutiert. Man möge mir bitte niemals wieder sagen, die Dame sei liberale Bürgerrechtlerin. Leutheusser-Schnarrenberger hat ihr liberales Bürgerrechtsrückgrat schon vor langer Zeit an der parteipolitischen Garderobe abgegeben.

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60.000 Screenshots von Angela Merkel

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Bild: Agenda 2013

Der Ermittler staunten nicht schlecht, als sie die Screenshots von Hans-Peter F. auswerteten. 60.000 Screenshots von Bundeskanzlerin Angela Merkel hatte die Quellen-TKÜ beim Verdächtigen zutage gefördert. Die Ermittlungsbehörden setzten bei der Überwachung einen Trojaner ein, der im Internet unter dem Begriff 0zapftis Berühmtheit erlangt hatte.

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Begehrlichkeiten

 

Anno 2006 schrieb ich «wir haben etwas zu Verbergen», eine Replik auf diverse ausufernde Forderungen der Politik seit Mitte der 90er Jahre. Viel geschah dazwischen, u.a. 9/11, aber der ausschlaggebende Moment für die Begehrlichkeiten der Politik war weder 9/11 noch eine neue politische Agenda, sondern schlicht und ergreifend die Verfügbarkeit diverser Technologien.

Nennen wir die Zeit vor dem «Start» des Internets als «Massenphänomen» profan das «analoge Zeitalter» — es ist schlicht eine Hausnummer und adäquat für eine gedachte Zäsur, die dem Aufzeigen diverser Merkmale dient. Die Zeit danach, also ca. 1995, ist folglich das «digitale Zeitalter». In dieser sogenannten analogen Zeit war es mit erheblichem Aufwand verbunden Daten auszuspähen und auch die Menschen in jener Zeit nutzten nicht die zahlreichen Kommunikationswege der heutigen Zeit. Heute hingegen, im digitalen Zeitalter, sehen wir uns einem stetigen Datenstrom gegenüber gestellt. Überall, zu jeder Zeit fließen Daten, digital aufbereitet, meist im «Klartext», d.h. für nahezu jeden mit ein wenig Knowhow abgreifbar. Was in irgendeiner Form online geschieht ist somit auch irgendwo gespeichert, diese Daten sind angreifbar, aber auch schlicht abgreifbar und eben diese Möglichkeiten weckten enorme Begehrlichkeiten in der Politik. Hinzu kommen GPS-Daten, die ungefähre Positionierung via WLan, wenn GPS keine Option ist, etc. pp.

Seit frühesten Zeit gab es in der Politik die Machtmenschen, die «Beschützer», aber auch die Bürokraten — ein unheiliges Triumvirat. Jene, die nach Macht streben, straucheln oftmals, die Bürokraten hingegen sind die pflichterfüllten Steigbügelhalter, aber die «Beschützer», dass sind jene, die an ihre Sache glauben und wer glaubt, der ist gefährlich. Zusammen ist diese Dreifaltigkeit nahezu unschlagbar, denn in der Öffentlichkeit kommen oftmals nur die Beschützer zu Wort, die Machtmenschen ziehen die Fäden im Hintergrund und der Bürokrat ist das Bindeglied zwischen diesen beiden Gruppen.

Selbst wenn, wie in den letzten Jahren wiederholt festzustellen, der Beschützer verbal «Amok läuft», Nonsense in Reinkultur postuliert, usw., so hat dieser Wahnsinn doch Methode. Fortwährend wiederholt man gewisse Schlüsselwörter, die beim gemeinen Volk eine bestimmte Reaktion triggert, dazu gesellt sich Neusprech, welches die Politik zum moving target geraten läßt, nie wirklich greifbar, immer nebulös.

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Alternativlos, Folge 20

Wenn Du Sonntagmorgen, 06.30h aufwachst, einen Schluck trinkst, mitbekommst, dass die neue Alternativlos-Folge draußen ist, mit Gast Frank Schirrmacher, Thema Politischer Diskurs im Wandel der Zeit, das Notebook eine Stunde später dann neben Dir im Bett steht und Du den Podcast immer noch hörst, wird Dir bewusst, dass Du einen der wahrscheinlich besten Podcast aller Zeiten hörst. Fefe, Frank Schirrmacher und Frank Rieger. Einfach großartig…

Alternativlos, Folge 20

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Liebe Piraten, wir müssen reden!

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Ich bin sauer. Sauer, sauer, sauer, sauer, sauer. Ich habe Euch Piraten in den letzten Jahren schon stark kritisiert, aber unterm Strich immer gewählt und vor der Wahl in Berlin eine Wahlempfehlung abgegeben. Nicht falsch verstehen: Ihr schuldet mir rein gar Nichts, Ihr seid mir gegenüber zu Nichts verpflichtet. Trotzdem müsst Ihr jetzt meine Kritik aushalten. Und wenn ihr Größe habt, denkt Ihr vielleicht mal drüber nach.

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Das Ende des rot-grünen Frühlings

Stoppt die SPDDon Alphonso zitiert heute Bertolt Brecht in Bezug auf die Mitteilung, dass Google+ die Klarnamenpficht aufheben wird: «Wer A sagt, der muss nicht B sagen. Er kann auch erkennen, dass A falsch war.» Man würde der SPD und den Grünen wünschen, dass sie mehr Brecht lesen und nicht die Bild-Zeitung und sich wieder einmal im politischen Hick-Hack verlieren. Wir erinnern uns: Die Linkspartei war zuerst im Osten stark, seit dem Zusammenschluss mit der WAsG ist sie bundesweit vertreten und erfolgreich. Statt nach gemeinsamen Inhalten zu suchen, grenzte sich Rot-Grün ab, die SPD geht lieber Große Koalitionen ein, anstatt Rot-Rot-Grün anzugehen. Der Höhepunkt war sicherlich das entwürdigende Schauspiel in Hessen, wo die Bundes-SPD eine der größten Nachwuchshoffnungen, Andrea Ypsilanti, fallen ließ. In Bezug auf die Piratenpartei scheint es: Geschichte wiederholt sich. Bei der SPD scheint man den Namen Bertolt Brecht nicht zu kennen.

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Gaddafi

Muammar al-Gaddafi ist tot. Die Medien kennen zur Zeit kein anderes Thema, das Steuerdesaster wie auch die staatliche Computerwanze sind in den Hintergrund gerückt. In den nächsten Tagen wird hoffentlich darüber gesprochen werden, wie er sein Leben verlor. Auf einschlägigen Portalen wurden Videos zum Tod Gaddafis veröffentlicht, die als authentisch gelten können, wurden daraus doch die Fotos gewonnen, die von den Medien verbreitet werden.

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#0zapftis — Die Jagd auf den Staatstrojaner

Wer gut zwei Stunden Zeit hat, sollte sich nicht nur den Vortrag von Constanze Kurz und Frank Rieger vom Sonntag auf dem Symposium Datenspuren des Chaos Computer Club Dresden anschauen. Zu empfehlen ist auch der Vortrag von Constanze, Fefe und Andreas Bogk «Der Bundestrojaner» vom 24C3, also 2007. Der macht bei den aktuellen Entwicklungen besonders Spaß.

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FreeBSD 9.0 RC 1 — ein alternatives Betriebssystem mit UNIX Vergangenheit

Lange hatte ich hier nichts mehr zu FreeBSD geschrieben, um so erfreulicher nun, die Veröffentlichung des ersten Release Kandidaten bekanntgeben zu können. Klar, so ganz offiziell ist der noch nicht, aber just auf dem Server eingeschlagen und bereit ausgiebig getestet zu werden.

Die interessanteste Neuerung für Neulinge in BSD Gefilden, dürfte wohl die völlig neue Installationsroutine sein — good bye Sysinstall. Ansonsten gibt es wie üblich viele Bugfixes, Optimierungen, neue Treiber und nicht zu vergessen einen Sack voller nützlicher Dinge, wie z.B. Journaling Softupdates. Eine ungefähre Idee, was einen denn so im Detail erwarten wird, erhält man im FreeBSD Wiki oder bei Ivan Voras und seiner Rubrik What’s cooking for FreeBSD 9?

Lust auf mehr? FreeBSD paßt nicht zu jedem, aber wenn es paßt, dann sitzt es auch wie angegossen 😉

 

Update: nun auch ganz offiziell erhältlich

 

Der schicke Teufel entstammt übrigens der Feder des allseits geschätzten Bulo :-)

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