ArchivApril, 2011

Mozilla in der Abmahnfalle

mozilla_newsletter

Newsletter sind in der Regel eine Seuche und nichts weiter als Spam — egal ob sie nun von Web.de, GMX oder auch Web-2.0-Diensten wie beispielsweise Xing verschickt werden. Gerade wurde ich über Facebook auf den neuen Newsletter von Mozilla aufmerksam. Ich habe mich gerne angemeldet. Überrascht war ich aber über die Tatsache, dass dies nicht über das Opt-in-Verfahren geschieht. Vielleicht kann jemand Mozilla den dringenden Rat geben, auf Opt-in umzustellen. Gerade in Deutschland sind Abmahnanwälte eine Seuche und werden sich auf solche Angebote stürzen. Das wissen wir nicht erst seit GvG.

Spam: GvG droht Bundeskanzler
Bundesgerichtshof stärkt Opt-in-Regelung für E-Mail-Marketing

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chillout

Depeche Mode, «Personal Jesus», vimeo

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stille Feiertage

Heute ist Ostermontag, für einige schlicht ein freier Tag, für andere ein Feiertag, den sie im Rahmen des Osterfests entsprechend würdigen. Der gestrige Sonntag, ebenso wie Karfreitag, waren beispielsweise zwei dieser «stillen Feiertage», welche dieses Jahr die Gemüter einiger nimmersatter Zeitgenossen in Erregung versetzen.

Ein paar dieser Feiertage erliegen also einem Tanzverbot, welcher sich auf Teile des Tages bzw. den gesamten Tag erstreckt, je nach Bundesland. Ist dies schlimm? Nein, für mich ist es schlicht ein deal, ich habe einen freien Tag und die Gläubigen können in sich gehen oder was man auch immer sonst an dem jeweiligen Tag tut. Der Rest in der Bevölkerung hat, abgesehen von diesen wenigen Tagen, das ganze Jahr über die Möglichkeit irgendeiner Art von Gaudi nachzugehen. Beseitigt man den Charakter von Feiertagen, fällt auch die letzte Bastion und somit der Feiertag selbst. Freie Tage, gänzlich profan begangen, wird es also nicht geben. Man kann von diesen träumen, aber letztendlich ist einzig der spirituelle Charakter dieser auch eine Versicherung für den Erhalt jener Tage. Wirtschaft und Staat versuchen längst an diversen Ecken und Enden dieses letzte verbleibende Bollwerk eines möglichen Innehaltens1 niederzureißen.

Ich frage mich ohnehin, wer dieses Thema in den Mittelpunkt rückte — Sommerloch, here we come. Hatte etwa jemand dieser Tanzwütigen genug Zeit und Muße in der Wikipedia zu stöbern, um ein wenig Wissen zu erlangen? Dann bitte mehr dieser Tage! Gemeinhin lernt man derartige Dinge in der Schule, zumindest wenn man aufgepaßt hat. Man kann sich natürlich auch a la Fefe, wie bei diesem oftmals usus beispielsweise in Sachen Geschichte: «das hat man uns damals im Unterricht verschwiegen», herausreden und eine notwendige bildungstechnische Abstraktion2 zur Erlangung von Basiswissen usw. «verschwörungstechnisch» aufarbeiten. Jeder eben nach seinem Gusto. Vielleicht sollten jene Tanzwütigen, die sich eifrig jüngst zu einem Flashmob formierten, einmal ihre Prioritäten überdenken. «Hitzwellen», die es auch schon anno 2000 im April mit teils 28°C gab, waren noch nie ein adäquater Anlaß die verbliebenen Hirnzellen zu überlasten. Geht Grillen, genießt die Ruhe und verschiebt den Gaudi eben auf übermorgen — weit über 300 Tage dürften dazu mehr als genug sein. Einmal «die Beine still halten» sorgte letztendlich auch für ein Plus an Wissen :-)

Für Atheisten, Scheinheilige und andere nicht wirklich Gläubige gibt es ohnehin nur eine Lösung: die Profanation, sprich Abschaffung der Feiertage oder eben den vereinbarten Burgfrieden einhalten. Dürfte so schwer nicht sein, oder?

  1. für andere ist es u.U. auch ein Arbeitstag mit einem entsprechenden Obolus in der Lohntüte, nichtsdestotrotz etwas «besonderes» []
  2. mir verschwieg man damals im LK auch komplexe Zahlen und schob uns stattdessen arglistig Zeigerdiagramme unter, um Wechselströme zu handhaben. Freimaurer, my ass 😉 []

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Frohe Ostern

 

… ein frohes Osterfest wünschen wir all unseren Lesern :-)

F!XMBR

 

Bild: Wikimedia Commons

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Die Herstellung eines Buchs zu Großvaters Zeiten

… ein äußerst zeitintensives Erlebnis, nicht nur für den Autor.

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Der «Zündfunk» zur «Digitalen Gesellschaft»

digitgesell
Screenshot: digitalegesellschaft.de

Der «Zündfunk» hat Markus Beckedahl und meine Wenigkeit zur «Digitalen Gesellschaft» befragt.

Christian Sickendieck:
Der Verein «Digitale Gesellschaft» muss sich der digitalen Gesellschaft, also den Menschen die am Internet partizipieren, öffnen. Es kann nicht sein, dass das eine geschlossene Gesellschaft wird. Letztlich sehe ich Lobbyarbeit auch per se kritisch. Lobbyarbeit hat immer den Ruch, etwas im Hinterzimmer auszuklügeln ohne dass die Breite der Gesellschaft beteiligt wird. Dadurch, dass sie sich selbst als Lobbyorganisation präsentiert und den gleichen Weg geht, legitimiert sie andere Lobbyorganisationen und das halte ich für einen fatalen Irrweg.

Okay, beim nächsten Mal versuche ich dann, es besser auszuformulieren. 😉 Nichtsdestotrotz finde ich es schon gut, dass der Redakteur Christian Schiffer und der «Zündfunk» genau das Argument von mir in den Beitrag mit reingenommen hat, über das wir bisher noch gar nicht gesprochen haben: das kritische Hinterfragen von Lobbyorganisationen (und die Folgen für unsere Demokratie und Gesellschaft) per se.

Nachtrag: Eine (leicht) geänderte Fassung des Beitrages lief heute auch auf BR5 im Computermagazin. Diesmal sogar mit Podcast:)

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Ostern steht vor der Tür

Art Garfunkel, «bright eyes», Watership Down

… und ich verabschiede mich schon einmal in ein paar ruhige Tage. Frohe Ostern :-)

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Lassen wir die «Digitale Gesellschaft» selbst zu Wort kommen

Der Hauptkritikpunkt an der «Digitalen Gesellschaft» war an vielen Stellen die Namensgebung. Der Name suggeriert, dass es eine digitale Gesellschaft gibt,1 und dass Markus Beckedahl und seine Mitstreiter in Zukunft alle Menschen, die am Internet partizipieren, vertreten. Anmaßung war dabei noch die gemäßigte Kritik. Doch sehen wir uns obiges Video an und hören, was die «Digitale Gesellschaft» selbst zu sagen hat.

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  1. Seit Jahren nun wird versucht, Medien und Politikern zu erklären, dass es nicht *die* Netizens oder *die* digitale Gesellschaft gibt. Und dann dieser Name… m( []

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Die «Digitale Gesellschaft» ist nicht die digitale Gesellschaft

digitgesell
Screenshot: digitalegesellschaft.de

Markus Beckedahl und ein paar Mitstreiter haben in Berlin den Lobbyverband Digitale Gesellschaft gegründet. Transparenz, Offenheit, Miteinander — das, was das Internet in seinem Ursprung ausmacht, findet man aber bei der «Digitalen Gesellschaft» nicht. Das Gegenteil ist der Fall. Intransparenz und ein Closed Shop sind die Grundpfeiler der selbsternannten Lobbyisten. Interessierte sind für «Zahlemann und Söhne», sowie für die alltägliche Arbeit eingeladen. Vielleicht kann man es polemisch in einem Satz zusammenfassen: Markus Beckedahl hat sein eigenes Kaiserreich geschaffen. Doch nicht nur das, es gibt weitaus mehr Kritikpunkte.

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GooseGogs — eine Indie-Perle aus Deutschland

goosegogs

Caschy weist nebenan auf das neue The Humble Frozenbyte Bundle hin. Ich bin von der Idee nach wie vor begeistert, nur ist das neue Paket nicht wirklich mein Geschmack. Ich bin da eher der Meinung Daniels auf IndiePlayer.de, man hat sich leider nur auf einen Entwickler beschränkt, die Spiele erreichen nicht annähernd die Qualität der Vorgänger. Doch dies nur nebenbei. Eine neue Indie-Perle aus Deutschland, ein Ein-Mann-Projekt von Frederic Schimmelpfennig, hat das Licht der Welt erblickt: GooseGogs.

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chillout

Catherine Grace «Cady» Coleman, Ian Anderson — «flute duet in space»

via cosmic log

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