ArchivFebruar, 2009

Rocky Mountain News — Final Edition

Heute ist die letzte Ausgabe der Rocky Mountain News erschienen. Gegründet wurde die Zeitung 1859. Und wenn hier und andernorts immer flapsig über das Waldsterben gesprochen wird, möchte ich anmerken, dass damit die dilettantischen Versuche (deutscher) Großverlage gemeint sind, im Internet Fuß zu fassen oder neue, sensationelle, schon mit der ersten Ausgabe zum Scheitern verurteilte Magazine an den Mann zu bringen. Wenn wirklicher Print stirbt, wie im Fall der Rocky Mountain News, ist das kein Grund zum Feiern. Im Gegenteil. Ich liebe Print – trotz allem. Leider lohnt es in Deutschland nicht, eine kpl. Ausgabe der FAZ, der SZ oder der Zeit zu kaufen. Im Regelfall reicht es, den Gegenüber in der U-Bahn um die eine oder andere Seite zu bitten. Bei mir bleibt es zum Wochenende hin meist beim Kauf des Freitag. Die Redaktion der Rocky Mountain News hat zum Abschied ein Video online gestellt. Es zeigt die letzten Monate einer Zeitung, die gelebt hat, von den Menschen, den Machern, den Redakteuren – und natürlich von den Lesern. Eine Zeitung mit großem Herz, die aber wirtschaftlich nicht überlebt hat. Wenn eine Zeitung wie die Rocky Mountain News stirbt, verlieren die Menschen mehr als eine Zeitung. Einen täglichen Wegbegleiter, ein Stück des eigenen Lebens – es entsteht ein großes, schwarzes Loch. Für die Leser wie auch für alle Beteiligten. Wenn man das Video schaut, schnürt es einem ein wenig die Kehle zu. (via)

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A Better Tomorrow — Futter für den Feedreader

Ich hatte A Better Tomorrow schon einmal verlinkt. Oft ist so ein Link eine Eintagsfliege – das Blog von FoolDC entwickelt sich zu einem Dauerbrenner, welches zur täglichen Lektüre einlädt. Ich schaue im Moment ziemlich fassungslos Richtung Berlin, wo sich zeigt, wie sehr die Parteien denken, insbesondere die CDU, Ihnen gehöre dieses Land und die Öffentlich-Rechtlichen Fernsehsender. Politiker sind nicht eine Gefahr für die Demokratie, sondern ihre Grundlage – allein dieser Satz von Roland zeigt einen gewissen Größenwahn und ein krudes Verständnis unserer Demokratie und unserer Gesellschaft. Wir sollten Carmen Everts, Dagmar Metzger, Silke Tesch und Jürgen Walter danken, dass sie es möglich gemacht haben, dass so ein Politiker weiter sein Amt ausüben kann. Schlimm, ganz schlimm. Doch darum soll es hier nicht gehen. Heute wurde bekannt, dass Nikolaus Brender wohl von unserer Bundeskanzlerin persönlich abgesägt werden soll. Er sei zu unbequem, heißt es auf Spiegel Online. Angela Merkel scheint ebenso ein großes Problem mit unserer Demokratie, unserem Rechtsstaat und dieser Gesellschaft zu haben. Unfassbar. Ich möchte mich heute über solche zweifelhaften Demokraten nicht weiter ärgern. FoolDC schreibt:

Was da aus dem Kanzleramt durchgesteckt wird, macht mich sprachlos: Bender soll zu undiplomatisch sein und sich nicht an die Spielregeln halten? Aber das ist doch genau sein Job, oder? Offenbar denkt die Politik tatsächlich, der öffentlich-rechtliche Rundfunk sei sowas wie Parteien-TV. Das Problem ist aber nicht Bender, sondern liegt eher bei den handzahmen Stichwortgebern, genannt hier Deppendorf und Frey, Liste beliebig erweiterbar und beginnend mit Will, Illner und Konsorten.

Wenn FoolDC so weiter macht, wird er auch noch von der FAZ weggekauft. 😉

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ISC and *BSD at the Core of the Internet

Infos ISC
Infos BSD
weitere Videos vom AsiaBSDCon

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Die Kunst und die Wissenschaft suchen nicht nur keine Lenkung, sondern können von ihrem Wesen her keine dulden.

WonderCon: The Princess and the Frog and The Future of 2D Aniamtion at Disney
Back to the roots, Disney besinnt sich nach den 3D-Massenproduktionen wieder auf alte Werte — zum Teil jedenfalls.

Fragments of Ancient Egyptian Papyrus Found
Archäologischer Fund im Museum, auch das gibt es öfters als man denkt. Some newly recovered papyrus fragments may finally help solve a century-old puzzle, shedding new light on ancient Egyptian history.

Planet hidden in Hubble archives
Sag niemals nie: A new way to process images reveals an extrasolar planet that had been hiding in an 11-year-old Hubble picture. Auch schon vorhandene Daten können noch mancherlei Details verbergen, die erst von zukünftigten Technologien erschlossen werden können.

Aufstand der Weißen
Der rechte Wahn in den Staaten regt sich auch wieder …

Zitat: Leo Trotzki

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FORUM · Institut für Management GmbH — Da soll bestimmt nichts verschleiert werden

Nein, ganz bestimmt nicht. Liebes FORUM · Institut für Management GmbH, hier hatte ich über den Fall der 1,30-Euro-Kündigung berichtet. Unter anderem darüber, dass die zuständige Richterin bei Ihnen Seminare abhält. Im Zuge dessen hatte ich darauf verwiesen, dass sie weitere, interessante Veranstaltungen anbieten:

Kündigung scheinbar Unkündbarer

  • Kündigen unter Tarifvertrag
  • Arbeitsvertraglicher Kündigungsschutz
  • Betriebsratsmitgliedern kündigen
  • Schwangere, Mütter, Schwerbehinderte
  • Zwingend notwendige Behördenbeteiligung
  • Auswirkungen auf den Kündigungsschutzprozess

Der Link zu dieser Veranstaltung führt nun ins Leere. Da ist doch bestimmt nur ein kleines technisches Problem. Ich würde ja niemals unterstellen wollen, dass da etwas verschleiert werden soll. Wie käme ich darauf. Also lieber Dr. Ulrich Zeitel, schauen Sie doch einmal, dass Sie Ihre Technik wieder in den Griff bekommen. Per Suche ist die Veranstaltung immer noch zu finden:

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after the dentist

In höheren Sphären verweilend und dennoch irgendwie manchmal Herr seiner Sinne schwankt man nach einer ausgiebigen Sitzung zwischen do you feel lucky punk und obigem bohemian rhapsody. Ersteres fand ich dann als Metapher doch irgendwie zu hart, letzteres trifft es auch irgendwie — ein derartiges Wechselbad der Gefühle kann wohl nur der Zahnarzt mit Drogen, Fräse und Zange herbeiführen 😉

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BSD wohin man nur schaut

Von den Einsatzgebieten bei bekannten Firmen wie Cisco, Juniper, Nokia et al. braucht nicht mehr viel berichtet zu werden, zu lang ist die Liste und zu hochkarätig der Einsatz, um diese Dinge in wenigen Worten hier feilzubieten. Aber es existieren auch andere Bereiche, weniger bekannt, dennoch ebenso essentiell. Neu wären da z.B. die Superpages aus FreeBSD 8.0, die nun mfced wurden. Neu, werden einige Linux-Fans fragen und die Augenbraue anheben? Neu für den stable-Zweig und übrigens ein Port von FreeBSD-Technologie nach Linux.

Daneben wäre noch jemalloc in Firefox 3.x zu erwähnen, ebenfalls FreeBSD-Technologie oder auch die libc von OpenBSD/NetBSD in Googles Android Betriebssystem, sowie Teilen des Userlands. Qualität setzt sich eben durch und dank freiheitlichen Prinzipien hat sie auch keinen Preis :-)

FreeBSD, NetBSD und OpenBSD sind freie UNIX-Derivate mit einer über 30jährigen Geschichte.

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Jubelperser

Eine PR-Agentur hat heute jede Menge Mails über an angeblich1 kostenloses Videoportal verschickt. Wo auch immer ihr darüber lest – so leicht kann man sich es als PR-Agentur machen. Blogger anschreiben, sich darüber freuen, wie viele Jubelperser es gibt. Sich die Hände reiben. Da fragt man sich, wie viele Artikel bei den Kollegen noch eigene sind… 😉

Naja, das Web 2.0 wird Gott sei Dank eh bald beerdigt… 😀

  1. Nur zum Teil kostenlos, jede Menge Werbung. []

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Lasst Opel untergehen

Der Aufsichtsrat von Opel hat heute sein Sanierungskonzept vorgestellt. Der Aufsichtsratsvorsitzende Carl-Peter Forster kündigte an, 1,2 Mrd. Dollar einzusparen, dies muss natürlich durch die Arbeitnehmer geschehen, durch Gehaltsverzicht oder durch freiwillige Abfindungsmaßnahme. Wie soll es auch anders sein — der Arbeitnehmer ist immer der Dumme. Auch im Fall Opel wird er nur Spielball sein, nicht aber der, um den es wirklich geht. Auch wenn ihm etwas Anderes vorgegaukelt wird.

Ebenso will sich Opel weiter von GM abkoppeln, aber im großen GM-Verbund bleiben. Was auch immer das heißen mag. Das alles und noch viel mehr soll nun der Bundesregierung in einem Konzept vorgestellt werden. Man kann nur hoffen, dass sich Angela Merkel und ihr Kabinett nicht durch den öffentlichen Druck erpressen lassen. Opel hat seinen Weg mit GM zu gehen, ohne Wenn und Aber. Insbesondere ohne deutsche Steuergelder.

Zur Rettung von Opel soll der deutsche Steuerzahler 3,3 Mrd. Euro — nach den Einsparungen, die in Dollar beziffert wurden, wird auf einmal von Euro gesprochen, wer erkennt die Strategie — beisteuern. Das ist unverantwortlich. Es wäre ein Fass ohne Boden — zudem ist überhaupt nicht klar, wie weit, wie strukturell sich Opel von GM abspalten will. Das Geld könnte man also gleich zu GM in die USA überweisen, die das offensichtlich auch erwarten.

Es ist schon sehr dreist, wenn Forster davon spricht, die öffentliche Hand müsse 3,3 Mrd. Euro beisteuern. Meine Eltern haben mir beigebracht, zu fragen — Geld ohne die damit verbundene Zurückhaltung einfach zu fordern, ist eine Frechheit gegenüber den Menschen in der Bundesrepublik Deutschland. Es als als Selbstverständlichkeit anzusehen, dass 3,3 Mrd. Euro vom Staat kommen, zeugt zudem von einem kruden Demokratieverständnis.

Die Politik muss hier endlich mal einen Riegel vorschieben. Wenn GM untergeht, wird Opel den Weg mitgehen müssen. Wenn GM gerettet wird, wird auch in Rüsselsheim und anderen Opel-Standorten weiter gearbeitet. Heute wird Opel Geld in den Rachen geworfen. Und morgen? Darf es dann Daimler sein, VW oder vielleicht Porsche? Die Telekom wäre auch ein Kandidat — oder das eine oder andere Medienunternehmen.

Welche Partei würde wohl bei Holtzbrinck oder dem WAZ-Konzern laut hier schreien — in der Gewissheit, bei den Journalisten Dankbarkeit zu erfahren? Was uns in den nächsten Monaten bis zu Wahl blühen könnte, hat bereits Frank ohne Walter Steinmeier mit seinem Holzmann-liken Auftritt bei Opel gezeigt. Nicht das erste Mal hat der Herr Vizekanzler bewiesen, dass er als Bundeskanzler eine grandiose Fehlbesetzung wäre.

Jahrzehntelang haben Banker und Unternehmer Fehlentscheidungen getroffen. Die Eliten dieses Landes, die Politiker, die Banker, die Unternehmer und Manager haben das gesellschaftliche Miteinander einseitig aufgekündigt. Es ist an der Zeit, dass die Menschen in diesem Land auch mal Nein sagen. Es ist an der Zeit, dass sich Politiker, Banker, Unternehmer und Manager das Vertrauen der Menschen wieder erarbeiten. Voller Demut, mit gesenktem Kopf, mit glaubwürdiger Entschuldigung.

Erst dann kann wieder so etwas wie ein neues gesellschaftliches Miteinander entstehen. Es entsteht nicht, wenn die Bürgerinnen und Bürger ohne Gegenleistung nun wegen diverser Fehlentscheidungen um ihren Lebensabend bangen müssen, ihre Lebensleistung in den Ausguss gekippt wird. Es ist an der Zeit, dass die Menschen sich ihren Platz in der Gesellschaft wieder zurückerobern. Der Mensch muss wieder in das Zentrum der Aufmerksamkeit und des Handelns gebracht werden.

Und ganz zum Schluss sei angemerkt, dass 3,3 Mrd. Euro für die Eliten dieses Landes Taschengeld bedeuten. Dort sollte also an erster Stelle der Hut rumgehen. Von den Menschen wird Solidarität erwartet. Wo ist die Solidarität der Eliten? Die Eliten dieses Landes sind auf Jahrzehnte hinaus in der Bringschuld. Sie sind am Zug — wollen wir für dieses Land hoffen, dass sie endlich anfangen, weise und besonnen zu handeln. Und verstehen, worum es in einem gesellschaftlichen Miteinander wirklich geht.

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F!XMBR in the mood

Sade Adu, your love is king

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Eine Generation, die die Geschichte ignoriert, hat keine Vergangenheit — und keine Zukunft.

Anwaltsverein fordert Thierse-Rücktritt
Soziale Restader oder Wahlkampfkalkül? Das werden wir wohl nie erfahren, wohl aber das man die Justiz nicht ungestraft kritisiert.

Kompendium Internetrecht aktualisiert
Und wenn wir schon gerade bezüglich der Irrungen und Wirrungen Iustitias philosophieren, hier gibts den überholten Leitfaden für jene die einen Balztanz mit der Dame wagen möchten.

Leere Cebit-Hallen
Diese Art von Happenings sind zu Zeiten eines beinahe allgegenwärtigen WWWs von gestern. Und selbst vor Jahren schon überholt …

Aussterben für Anfänger
Das ist einfach mal die genialste Idee seit langem, nachdem wir uns schon von Staats wegen her beinahe wieder in der Nähe von Mutterkreuzen befinden — einer einstigen Belobigung für Wurfmachinen grenzdebiler Zeiten Made in Germany.

Auch der kleinste Tropfen kann nicht edel wirken
Die einzige vernünftige Aussage kann nur sein, dass wir noch keine klaren Hinweise auf einen medizinischen Nutzen des Alkoholkonsums haben. Es ist interessant wie vorsichtig man mit Aussagen kontra Alkohol ist, wie üppig die Aussagen pro jedoch ausfallen. Bei einer derart gesellschaftlich fest verwurzelten Droge ist die Vehemenz der Abhängigen jedoch auch äußerst verständlich.

Steinbach mahnt Schutz von Steinmeier an
Die ewig Gestrigen begehren auf. Wann nimmt das endlich mal ein Ende?

Zitat: Robert A. Heinlein

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