ArchivJanuar, 2008

Deutschland im Krieg

Deutschland im Krieg

Deutschland im Krieg — nicht erst seit diesem Brandbrief von CIA-Chef Verteidigungsminister Gates. Ich glaube im Übrigen nicht, dass der Brief vorher nicht abgesprochen war. Gates fordert jetzt augenscheinlich (zu) viel, man einigt sich irgendwo in der Mitte, und schon kann die deutsche Regierung es als Erfolg verkaufen. Bush und Gates sind sowieso bald Geschichte…

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Podcast des Tages: SR 2 — Fragen an den Autor, Günter Wallraff — 13 unerwünschte Reportagen vom 01.02.1970

PodcastIch war gerade ein wenig unterwegs und habe dabei einen ganz grandiosen Podcast gehört. Wobei Podcast die falsche Bezeichnung ist. Es ist eine Aufzeichnung einer Sendung des Saarländischen Rundfunks. Dort läuft wöchentlich die Sendung Fragen an den Autor. Anders als bei Kerner, Beckmann & Co. wird hier mit dem Autor über sein Buch gesprochen, kontrovers diskutiert, der Hörer wird mit eingebunden, mit Mails, mit Anrufen — eine ganz tolle Sache, über die ich (leider) kürzlich erst beim Spiegelfechter gestolpert bin. Es liegt in der Natur der Sache, dass dem Einzelnen nicht jedes Buch interessiert — und doch, wenn nur entfernt Interesse an der Thematik besteht, sollte man sich die einzelnen Podcasts anhören — der Saarländische Rundfunk bietet sie nämlich als Podcast (Achtung — Feed) zum Download an. Der Spiegelfechter hat aktuell Christoph Butterwegge — Kritik des Neoliberalismus (Mp3, 26,6 MB) empfohlen, wer nach diesen Einsichten dem Guido seine Partei wählt, ist selber schuld. Neben den aktuellen Sendungen, baut der Saarländische Rundfunk eine kleine Datenbank mit schon älteren Sendungen auf, wobei wir dann gleich zu meiner heutigen Empfehlung kommen.

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NetBSD 4.0: Interview mit den Entwicklern

Gesprochen wurde selbstredend über die Neuigkeiten in NetBSD 4.0, das Release per se, aber auch Dinge wie die Entfernung von Sendmail oder der Wechsel von XFree zu Xorg. Auch Erwähnung findet die eigentliche Entwicklung, work in process, sowie ein Ausblick auf NetBSD 5. Insgesamt ein mehrseitiges Interview, daß extensiv über NetBSD informiert und keinen Bereich des leider sonst in den Medien eher vernachlässigten freien UNIX-Derivats ausspart. Für all jene also die an mehr als nur UNIX-ähnlichen Systemen interessiert sind, zumindest ein erster Anhaltspunkt, neben dem eigentlich austesten des Systems 😉

Waving the flag: NetBSD developers speak about version 4.0

Asus — Offensive der Kleinstrechner

Zum Asus EEE muß man glaube ich nicht mehr viel berichten, das Mobilstgerät ist inzwischen ein Selbstläufer und läuft selbst sonstigen Kultobjekten aus Apples Gefilden den Rang lockerleicht ab. Für Asus aber ist dies natürlich nur der Auftakt, neben diversen Varianten die in Planung sind bzw. wo die Gerüchteküche brodelt (Touchscreen, größeres Display), attackiert man auch den Desktop sowie das Wohnzimmer, selbst eine Art Handheld ist darunter. Mit ähnlichen Preisattacken wie beim EEE sollte man jedoch nicht rechnen, außer bei einem auf Linux basierenden Desktop-Leichtgewicht.

ars technica

Der Mangel an Urteilskraft ist eigentlich das, was man Dummheit nennt, und einem solchen Gebrechen ist gar nicht abzuhelfen.

  • The world according to Linus
    Kein Mobiltelefon und überbewertete Virtualisierung — ist mir symphatisch 😀
  • Bundesverfassungsgericht klärt Zuständigkeit für Klage gegen Vorratsdatenspeicherung
    Uiih, nun ist man sich also klar darüber wer zuständig ist. Warten wir nun also auf die eigentliche Sache.
  • Slackware keeps KDE 3.5 yet as well
    Slackware und die darauf basierende Live-Distro Slax bleiben bei Kde 3.5.x. Warum? Nun Qualität ist Programm, nicht blinder Versionsfetisch einiger!
  • Spickmich siegt erneut vor Gericht
    Aber die «Bewertung des Verhaltens und Auftretens eines Lehrers» sei keine «bloße Diffamierung» und somit keine Schmähkritik. «Durch die angegriffenen Bewertungen sowohl im Bewertungsmodul als auch im Zeugnis, sind nicht das Erscheinungsbild oder die allgemeine Persönlichkeit der Klägerin betroffen, sondern die konkrete Ausübung ihrer beruflichen Tätigkeit und damit ihre Sozialsphäre.» Umgekehrt klappts doch auch mit der äußerlichen Bewertung liebes Lehrpersonal :)
  • Global Software Development in the FreeBSD Project
    Es herrscht immer noch viel FUD im Linux-Ländle, wer tatsächlich Interesse hat kann sich dort über den FreeBSD Entwicklungsprozeß ausführlich informieren.

Zitat: Immanuel Kant

KDE 4 Testfeld in FreeBSD

KDE 4.0 ist raus und von den Entwicklern noch als technology preview für early adopter eingestuft. In FreeBSD wird es mit Version 4.1 bzw. 4.2, laut miwi, Einzug erhalten. Die qualitative und quantitative1 Entwicklung braucht halt noch ihre Zeit, aber ein qualitativer Port braucht diese umso mehr. Ein 4.1 Release kann man eben nicht über Nacht vom Zaun brechen. Die ersten Ergebnisse miwi’s sind jedoch schon beachtenswert, da es im großen und ganzen stabil läuft, mal abgesehen von einigen Kleinigkeiten. Erste Screenshots von miwi findet man hier. Phonon übrigens, wie in der Mail vermerkt, läuft inzwischen, gemäß miwi’s Aussagen im Jabber, einwandfrei 😉

Gut Ding will Weile haben, wie üblich in FreeBSD und dank miwi ist das warten immer recht kurzweilig =)

  1. in puncto vollständier Ausarbeitung schon initiierter Frameworks []

Wer hat Angst vor dem linken Mann?

Angst vor dem linken Mann

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Angela Merkel hat die eiserne Faust des Kommunismus kennengelernt

Zitat: George W. Bush

Linux und seine hübschen Politessen

Knapp 70.000 Rechner möchte man bei der Gendamerie Nationale in den kommenden Jahren ersetzen. Machte man schon zuvor Nägel mit Köpfen in puncto Browser und Office-Suite, muß nun auch das Betriebssystem per se dran glauben. Das altersschwache Windows XP wird nicht mit Vista ersetzt, sondern mit Ubuntu Linux. Gründe neben den Kosten, sind die Hoheit über das eigene System, sowie die Unabhängigkeit von einem Anbieter. Alles valide Punkte die bei uns schon längst hätten zu einer Migration führen müssen, ob der Lobbyisten bisher aber immer abgeschmettert wurde.

via futurezone.orf

Bild: Wikipedia Commons, GFDL

übergekocht

In einem offenen Brief distanzieren sich Hamburgs Bürgermeister Ole von Beust und 16 weitere prominente Unionspolitiker von ausländerfeindlichen Tönen im Wahlkampf des hessischen Ministerpräsidenten Koch. Die Einbindung von Einwanderern sei «so fundamental für die Zukunft unseres Landes, dass sie nicht zu einem schnelllebigen Wahlkampfthema degradiert werden darf“, heißt es in dem in der Zeit veröffentlichten Schreiben.

SZ

Noch vor Tagen war er der strahlende Held in schimmernder Rüstung, der Courage zeigte, Dinge benannte, die wohl jedem auf der Zunge brennen. Sprich er versuchte tacheles zu reden und verbrannte sich gehörig die Finger. Zwar erschienen während seiner gegen Ausländer geführten Tiraden zunehmend temporäre Weggefährten, die das richtig fanden, mal anzusprechen wo das tatsächliche Problem zu finden ist, aber diese wird man nun auch suchen können. Es wird relativiert, denn Koch hat verloren. Die Rechnung ging nicht auf, man fand doch noch ein gehöriges Maß an freiheitlich-demokratischem Potential in Hessen und so muß man sich auch von dem einstigen strahlenden Held distanzieren und brandmarkt ihn als enfant terrible der CDU. Wir, wir sind anders, wir sind um Integration bemüht. Hätte er seine absolute Mehrheit behauptet, wäre dies wohl auch ein nachahmenswertes Wahlkampfprogramm für andere der Union gewesen. So aber … dumm gelaufen halt. Aber eines muß man Koch guthalten, zeigte er doch eindeutig ohne Umschweife, welchen Charakter die Union hat und wie dort geheuchelt wird, um die eigene Haut zu retten. Wie schon Angela Merkel bemerkte in puncto Schäubles Ausfällen: Es darf keine Denkverbote geben. Und wie man sieht wird dies auch in der CDU gelebt, man denkt tatsächlich über alles nach …

Addendum:

«Unser Brief ist ausdrücklich keine Kritik an Roland Koch. Seit er in Hessen regiert, wird dort vorbildliche Integrationspolitik gemacht.»

SZ

Die Bocksprünge der Union sind inzwischen täglich zu beobachten.

Alle große politische Aktion besteht im Aussprechen dessen, was ist, und beginnt damit. Alle politische Kleingeisterei besteht in dem Verschweigen und bemänteln dessen, was ist.

Zitat: Ferdinand Lassalle

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