ArchivMai, 2007

Es reicht

Ich hatte mal im Kopf, eine Bilderserie über Hamburg zu machen: Amtsgericht, Springer, BILD, Postamt, Innenbehörde, Polizeipräsidium — in was für einer Stadt lebe ich eigentlich. Zu klein gedacht: Der Krieg gegen die Bürger ist in vollem Gange… (via maloXP & ZAF)

Grimme Online Award — Augen zu und durch

GrimmeHier hatte ich darüber geschrieben, dass ein Jury-Mitglied von der Jury des Grimme Online Awards nachträglich für den eigenen Preis nominiert wurde. Und nein, ist ist immer noch kein Schreibfehler — die Jury hat ein Mitglied der Jury nachnominiert. Dass dies in der opportunistischen Blogosphäre kaum zu Berichten geführt hat (ausser zu Angriffen auf meine Person), war klar — man will ja selbst auch mal. Positive Ausnahmen waren da Martina, Chat Atkins, Don und der Weltherrscher. Nachdem der gute Herr Hagedorn nicht auf meine Mail geanwortet hat, es keine Reaktion auf den Heise-Artikel gab, der Geschäftsführer des Adolf Grimme Institutes, Uwe Kammann, ebenso nicht auf eine Mail von mir geantwortet hat, habe ich ganz im old Style einen Brief per Post an die Geschäftsführung des Institutes geschickt. Wahrscheinlich wird es noch mehr Anfragen gegeben haben, aber der von mir explizit angeschriebene Uwe Kammann hat sich nun mit einer Klarstellung geäussert:

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Sun Studio kostenlos für Linux

Auf dem Berliner Linuxtag hat Sun angekündigt, dass ab Montag Version 12 seiner Entwicklungsumgebung Sun Studio für Linux und Solaris kostenlos zur Verfügung stehen werde. Als IDE kommt das in Java geschriebene Netbeans 5.5.1 zum Einsatz. Die mitgelieferten C/C++- und Fortran-Compiler sollen Schleifen automatisch parallelisieren und so Multicore-Prozessoren besser ausnutzen können.

heise

Das hört sich mal fein an, insbesondere die teilweise Automatisierung in puncto Multicore. Könnte, jedenfalls zum Teil, eine Wachablösung für den GCC bedeuten. Was aber in der Praxis wohl auch von der Kompatiblität(?) abhängen wird.

Der PC ist am Ende, Linux/BSD Vergangenheit

Derart prophezeit Klaus Knopper, Macher von Knoppix, eine düstere Zukunft, in der die Rechteinhaber den Ton vorgeben, kein Besitz an Software mehr existiert, sondern nur noch Leihverträge etc. Recht lesenswert die Zusammenfassung auf futurezone.orf.

Logischerweise werde in 50 Jahren niemand mehr einen Computer bedienen können, aber «auch das ist nicht so schlimm, weil es in 100 Jahren sowieso keine Menschen mehr gibt», sagte Knopper seiner verblüfften Zuhörerschaft.

Der Humor kommt dabei natürlich nicht zu kurz, dennoch sollte man über den Kern der Aussage nachdenken, der ganz und gar nicht zum Schmunzeln verleitet. Da wird geschützt, patentiert, der Markt (aka Revier) abgesteckt, da wird Community als Mittel zum Zweck mißbraucht um überhaupt neue Märkte zu erschließen, da wird User überwacht und zugleich entmündigt.

everyone is going to die, eventually

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©explosm.net

😀

die Bösen Leute mit ihre Creative Commons

Die Plattform hat in Cottles Augen falsche Erwartungen bei vielen Autoren geweckt, die im klassischen Urheberrechtssystem kaum Aussicht auf einen finanziellen Erfolg gehabt hätten. Gleichzeitig schwäche das Lizenzmodell die Verwertungsgesellschaften und werde aktiv von denen ausgenutzt, die das Urheberrecht umkrempeln oder ganz abschaffen wollten.

heise

Ich stehe der Creative Commons aus anderen Gründen eher skeptisch gegenüber, aber der Punkt hier, die CC schade dem klassischen Urheberrechtssystem, machte meinen Tag. Diejenigen, die seit Jahrzehnten kulturelle Entwicklung hemmen, den Kunden quasi pausenlos in die Genitalien treten und Millionen scheffeln trotzt häufig vergossener Krokodilstränen ob etwaiger Verluste, diese geben sich hier weinerlich.
Ich respektiere natürlich das Urheberrecht, aber ich kämpfe auch wie jeder vernünftige Mensch, der etwas vom Wesen der Kultur versteht, dagegen massiv an. Ich sehe keinen Platz für kulturzerstörende Mittel in einer gesunden Gesellschaft, erkenne aber zumindest die Freiheit der Meinung in diesem Bereich an. Aber wie man auch sieht, die Gegenseite würde die Meinung anderer, die Kritik, nur allzugerne unterbinden … da ist die Community schon ein wenig weiter.

Lustlosigkeit

Nachtrag: Ich weiß jetzt, wer in meinem Privatleben rumschnüffelt. Wer diesen Artikel zu del.ico.us schickt mit Mutmaßungen und Diffamierungen über mich und mein Privatleben, meinen Arbeitgeber muss reichlich gestört sein. Die Schäublone war falsch — hier wäre eine Schablone angebrachter. Derr Herr steht für unsere gesamte Gesellschaft. Schäuble ist ja so pöhse, selbst aber in Bereiche eintreten, die selbst Wolfgang Schäuble unberührt lässt. Der Artikel, der danach kam war dieser hier und handelte von seinem Kumpel .

Es gibt so Tage, da sollte man im Bett bleiben — glücklich sind die, die es können. Wenn man allerdings dann auf der Arbeit sitzt, nichts läuft, Chaos pur, keinen Spaß hat, dann schaut man alle paar Minuten auf die Uhr. Noch 4 Stunden, noch 3, noch 2. Derzeit sind es noch 1,75 Stunden. An solchen Tage geht dann gar nichts, da schüttel ich dann auch nur mitleidig mit dem Kopf, wenn jemand Unidealismus als eine Eigenschaft des Erwachsenseins beschreibt. Solche Tage fliessen so träge dahin, wie eine zäh dahinlaufende Masse. Es gibt so gut wie nichts, was mich da aufmuntern könnte. Feierabend, essen, abschalten, ab ins Bett, das war’s dann. Was für ein Schayztag.

Firefox & Thunderbird update

Firefox wurde auf Version 2.0.0.4 geupdatet und können auch schon über die regulären Quellen abgegriffen werden bzw. über auto-Update. Ebenso gibts eine neue Version des Mailers aus der Mozilla Familie.

Changelog

links for 2007-05-30

Frauen — Ein offener Brief an Alice Schwarzer

Liebe Frau Schwarzer,

mit Interesse habe auf stern.de die Buchkritik Alice Schwarzers Antwort — Zwei von drei Männern sind Freier zu Ihrem neuen Machwerk Die Antwort gelesen. Sie wuchsen in einer Großfamilie auf, die wenig Talent zur Mütterlichkeit an den Tag legten. Liebe Frau Schwarzer, bei mir war es genau andersrum. Mein Vater verschwand nach kurzer Zeit und so haben mich meine Mutter, meine Tante und meine Oma großgezogen — voller Liebe, voller Mütterlichkeit. Vielleicht liegen ja hier schon unsere unterschiedlichen Erfahrungen mit dem weiblichen Geschlecht begründet.

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Erste Bilder vom LinuxTag 2007

Und zwar von der BSD Seite.

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Bild: asg

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